Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Vertragsabschluss

Der Jagdreisevertrag zwischen dem Veranstalter und dem Jagdgast kommt durch schriftliche, mündliche oder fernmündliche Annahme des Angebotes durch den Kunden oder durch den Eingang der vom Kunden unterschriebenen Anmeldung oder durch Annahme der Auftragsbestätigung nach vorheriger mündlicher Buchung oder durch den Eingang der ersten Zahlung des Kunden zustande.

 

2. Aufhebung des Vertrages aufgrund von "höherer Gewalt"

Der Reiseveranstalter als auch der Jagdreisende können den Vertrag kündigen, sofern die Reise nach Vertragsabschluss durch nicht vorhersehbare höhere Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt wird. Wird der Vertrag gekündigt, kann der Reiseveranstalter eine angemessene Entschädigung für die bereits erbrachten oder zur Bedingung der Reise zu erbringenden Serviceleistungen verlangen. Ungewöhnliche Witterungsbedingungen (z.B. außerplanmäßiges Einsetzen der Regenzeit), Überschwemmungen, politische Unruhen und ähnliche "höhere Gewalt" stellen Faktoren im Sinne dieser Regelung dar.

 

3. Vorauszahlungen

Bei der Buchung wird eine Anzahlung fällig, deren Betrag im Angebot entsprechend ausgewiesen wird. Sollte die Anzahlung bis zum vereinbarten Termin nicht bezahlt sein, hat Waydwerk das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. Der Jagdreisende hat in diesem Fall keinen Anspruch auf eine Rückzahlung der eventuell bereits geleisteten Anzahlung. Weitere Rechte von Waydwerk entsprechend den Regelungen über die Stornierungskosten (Absatz 4) bleiben unberührt.

 

4. Stornierungsgebühren

Wird eine Buchung vom Kunden storniert, so hat der Reiseveranstalter Anspruch auf folgende Leistungen:

Bei einer Stornierung bis 60 Tage vor Reiseantritt hat der Kunde die bis zur Stornierung entstandenen Kosten zu erstatten. Bei einer Stornierung weniger als 60 Tage, aber mehr als 30 Tage vor Reiseantritt hat der Kunde eventuell ausgestellte Erlaubnisse, sowie Waffengenehmigungen und Lizenzen, aber auch 50% der Grundkosten zu erstatten. Bei einer Stornierung bis einschließlich 30 Tage vor Reiseantritt sind 90% der Grundkosten vom Kunden zu erstatten. Dem Jagdreisenden steht die Möglichkeit offen, den Nachweis eines geringeren Schadne zu führen oder nachzuweisen.

 

5. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Jagdreisende einzelne Reiseleistungen wegen verspäteter An- oder vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen von ihm zu vertretenden Gründen nicht in Anspruch, so besteht grundsätzlich kein Erstattungsanspruch.

 

6. Haftungsbeschränkungen

Die Haftung des Reiseveranstalters bezieht sich auf Schäden, die nicht Körperschäden sind und ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt soweit ein Schaden des Jagdreisenden weder vorsätzlich, noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit der Reiseveranstalter für einen dem Jagdreisenden entstehenden Schaden allein wegen des Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Weiterhin haftet Waydwerk nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden und in der Jagdreisebeschreibung ausdrücklich als Fremdleistungen bezeichnet werden. Ein Schadensersatzanspruch gegen den Reiseveranstalter ist insoweit beschränkt oder ausgeschlossen, als aufgrund internationaler Übereinkommen oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadenersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist.

 

7. Leistungen des Veranstalters

Die Leistungsbeschreibungen im Prospekt und die hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Reisebestätigung repräsentieren den Rahmen der vertraglich vereinbarten Leistungen. Die im Katalog enthaltenen Angaben sind für den Reiseveranstalter bindend. Der Reiseveranstalter behält sich jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsabschluss eine Änderung der Prospektangaben zu erklären.

 

8. Jagdschein und Jagdhaftpflichtversicherung

Alle Jagdreisenden, die keinen gelösten Jagdschein besitzen, sind verpflichtet, gesondert eine Jagdhafpflichtversicherung abzuschließen, die nachweislich eine ausreichende Auslandsdeckung bestätigt. Darüberhinaus muss jeder Jäger die Jägerprüfung bestanden haben und dies auch nachweisen können.

 

9. Jagdführung

In unserer Preisliste werden zwei übliche Formen der Jagdführung angeboten. Zum einen die Führung 1:1, welche bedeutet, dass der Jäger während der Jagd von einem Jagdführer geführt wird. Führung 2:1 bedeutet, dass zwei Jäger während der Jagd von einem Jagdführer geführt werden. Die Teilnahme von nichtjagenden Begleitpersonen muss bei der Reiseanmeldung abgesprochen werden.


10. Waffen und Munition

Der Jagdreisende ist verpflichtet, die rechtlichen Bestimmungen zur Befürderung einer Jagdwaffe in das jeweilige Jagdland zu beachten. Waydwerk erteilt hierzu gerne entsprechende Informationen. Weiterhin beinhalten unsere Serviceleistungen die Bearbeitung der zur Einreise in das Jagdland benötigten Formalitäten. Mit dem Zustandekommen eines Vertrages zwischen Waydwerk und dem Jagdreisenden besteht Einigkeit dahingehend, dass das Fehlen des Gepäcks oder der eigenen Jagdwaffe am Ort der Jagdveranstaltung keinen Grund zur Minderung des Reisepreises bzw. zur Kündigung der Reise darstellt.

 

11. Abschuss

Waydwerk haftet grundsätzlich nicht dafür, dass der Jagdreisende die gebuchten Wildarten während des Jagdaufenthaltes auch tatsächlich erlegt oder erlegen kann. Jedoch wird Waydwerk sich mit Sorgfalt bemühen, den mit dem Jagdreisenden vertraglich vereinbarten Abschuss zu ermöglichen.

 

12. Trophäenvermessung

In den osteuropäischen Ländern gilt als Bemessungsgrundlage für die Abschussgebühr bei Rot-, Dam- und Elchhirsch das Geweihgewicht mit ganzem Schädel einschließlich Oberkiefer ohne Abzüge., bei Rehbock abzüglich 90 Gramm, gewogen 24 Stunden nach dem Abkochen. Bei Keilern wird zur Ermittlung der Waffenlänge die durchschnittliche Länge beider Gewehre gemessen. Bei Mitnahme des ganzen Keilerhauptes wird die Gewehrlänge ermittelt, indem der sichtbare Teil der Gewehre als ein Drittel der Gesamtlänge zugrunde gelegt wird. Die Abschussgebühr beim Muffelwidder wird anhand der mittleren Schlauchlänge beider Schnecken and den Außenseiten gemessen und ermittelt. Erlegt ein Jagdreisender während der letzten Pirsch einen Trophäenträger, so muss das vor Ablauf der 24-Stunden Frist ermittelte Gewicht ohne Abzug anerkannt werden. Dies gilt auch für eine vorzeitige Abreise aus dem Revier. In Afrika wird die Abschussgebühr unabhängig von der Tophäenstärke berechnet. Sollte der Jagdreisende das gesamte Haupt einschließlich der Trophäe zur Präparation im Heimatland einführen wollen, ist im Jagdprotokoll das geschätzte Trophäengewicht einzutragen. Diese wird anschließend nach Preisliste abgerechnet und muss sowohl vom Veranstalter als auch vom Kunden anerkannt werden, unabhängig davon, was die Trophäe nach dem Abkochen wirklich wiegt.

 

13. Trophäeneinfuhr

Waydwerk haftet in keinem Fall für die Möglichkeiten, erlegte Trophäen in das Heimatland des Erlegers einführen zu können. Die für die Einfuhr benötigten veterinäramtlichen Bescheinigungen sowie der legale und einfuhrgerechte Zustand der Trophäe liegen allein in der Verantwortung des Jagdreisenden. Insbesondere ist herbei die Notwendigkeit von Einfuhrerlaubnissen für solche Arten zu beachten, die in der Liste des Washingtoner Artenschutzabkommens (WAA) für bedrohte Tiere erfasst sind. Jeder Erleger ist selbst für die Einfuhrerlaubnisse verantwortlich. Die Einfuhr von ungegerbten Bälgen und Wildbret erfordert grundsätzlich eine veterinärrechtliche Genehmigung, für deren Einholung der Jagdreisende ebenfalls selbst verantwortlich ist.

 

14. Jagdrecht im Gastland

Jeder Jagdreisende ist verpflichtet, die im Jagdland geltenden Vorschriften anzuerkennen. Dies gilt auch für die Trophäenbewertung. Bei Nichtbeachtung der Jagdvorschriften ist der Veranstalter berechtigt, die Jagd ohne Regressansprüche des Kunden abzubrechen. Eine zusätzliche Strafgebühr auf den Abschuss kann vom Veranstalter erhoben werden, sollte der Jagdgast während der Schonzeit oder gegen das ausdrückliche Verbot des Jagdführers oder Veranstalters der jeweiligen Jagdreise Wild erlegen. Werden Sicherheitsbestimmungen einer Gesellschaftsjagd vom Jagdreisenden ignoriert, kann er sofort, ohne Regressanspruch, von der Jagd ausgeschlossen werden.

 

15. Beanstandungen

Ansprüche gegenüber dem Vermittler können nur geltend gemacht werden, wenn Reisemängel unverzüglich vor Ort angezeigt worden sind und deren Abhilfe verlangt worden ist. Sollte sich der Jagdreiseveranstalter vor Ort weigern, Beanstandungen entgegenzunehmen bzw. für Abhilfe zu sorgen, so ist ein Beanstandungsbericht anzufertigen, der vom Jagdreisenden zu unterzeichnen und dem Vermittler unmittelbar zu übersenden ist.

 

Kontakt:
Tel. +49 (0)2154 4823322
info(at)waydwerk.com

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